EU AI Act für KMU:
Was jetzt gilt — und was zu tun ist.
Praxisnah erklärt: Risikoklassen, Zeitplan und drei konkrete Schritte für KMU im EU-Regulierungsraum — ohne Juristendeutsch, ohne Monster-Projekt.
„Nicht fehlende Technologie ist das Problem — sondern fehlende Klarheit darüber, wer KI einsetzt, wer es verantwortet und warum."ForgeSteer — Unsere Haltung zum EU AI Act
Rechtlicher Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Für verbindliche Pflichten empfehlen wir spezialisierte Anwälte für IT- und Technologierecht.
Was wann gilt
Der EU AI Act wird stufenweise verbindlich — hier die wichtigsten Meilensteine für KMU.
2024
Die Verordnung wurde offiziell verabschiedet. Unternehmen haben ab jetzt Zeit, sich vorzubereiten. Erste Definitionen und Geltungsbereiche werden verbindlich.
2025
Verbote für KI-Praktiken wie Social Scoring sind durchsetzbar. Transparenzpflichten für Chatbots gelten. Alle Unternehmen müssen KI-Kompetenz sicherstellen.
2026
Strenge Anforderungen für KI in Recruiting, Kreditbewertung und sicherheitskritischen Bereichen werden durchgesetzt. Dokumentations- und Governance-Pflichten für Betreiber greifen vollständig.
2027
Alle verbleibenden Hochrisiko-KI-Systeme unterliegen dem vollständigen Anforderungsrahmen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Übergangsfrist vollständig abgelaufen.
Die vier Kategorien — und was sie für KMU bedeuten
Der EU AI Act klassifiziert KI-Systeme nach Risikopotenzial. Je höher das Risiko, desto strenger die Anforderungen.
Diese KI-Systeme sind vollständig verboten und dürfen in der EU nicht eingesetzt werden.
- Social Scoring durch Behörden
- Manipulative KI, die Verhalten ausnutzt
- Biometrische Echtzeit-Massenüberwachung
Dokumentation, Transparenz, menschliche Aufsicht und Bewertung der Governance-Anforderungen sind verpflichtend.
- KI in Recruiting & Personalentscheidungen
- KI in Kreditbewertung & Versicherung
- KI in kritischer Infrastruktur
Nutzer müssen informiert werden, wenn sie mit KI interagieren oder KI-generierte Inhalte sehen.
- KI-Chatbots & virtuelle Assistenten
- KI-generierte Texte, Bilder, Videos
- Emotion Recognition Systeme
Die meisten KI-Anwendungen fallen in diese Kategorie. Allgemeine Sorgfaltspflichten bleiben bestehen.
- KI-Spamfilter & einfache Klassifikatoren
- Produktempfehlungs-Algorithmen
- KI-gestützte Suchhilfen
Drei Schritte zur EU AI Act Readiness
Kein Monster-Projekt. Kein Anwaltsteam. Drei umsetzbare Schritte, die den größten Unterschied machen.
Welche KI-Systeme werden wo, von wem und wofür eingesetzt — offiziell und inoffiziell? Diese Bestandsaufnahme ist die Basis für alles Weitere. Überraschungen sind garantiert.
Jedes KI-System wird den vier Risikoklassen zugeordnet. Für jedes System ab begrenztem Risiko: Wer ist intern verantwortlich? Welche Dokumentation ist nötig? Wie werden Nutzer informiert?
Eine interne KI-Policy, klare Zuständigkeiten und ein kurzes Onboarding für alle KI-Nutzer. Minimale Struktur, die tatsächlich gelebt wird.
Weiterführende Ressourcen
Häufige Fragen
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